Erbe & Geschichten — Kulturgeschichte
Die Parfümierung von Kosmetik: Geschichte & Kultur
Kurz gesagtDuftende Öle und Salben gibt es seit der Antike, doch erst die industrielle Produktion im 19. Jahrhundert machte parfümierte Seifen und Cremes zum Alltag. Heute ist fast jedes Pflegeprodukt parfümiert. Duft vermittelt dabei Botschaften wie Reinheit, Luxus oder Natürlichkeit; wegen zunehmender Duftstoffallergien regeln IFRA und EU-Vorschriften den Einsatz.
Geschichte
- Antike: duftende Öle und Salben für Körperpflege und Rituale
- Mittelalter: Kräutertinkturen in Medizin und Kosmetik
- 19. Jahrhundert: industrielle Produktion; Seifen und Cremes werden massenhaft parfümiert
- 20. Jahrhundert: das Marketing entdeckt Duft als emotionalen Auslöser
Kosmetik und Duft heute
Fast jedes Kosmetikprodukt ist parfümiert — oder bewusst „unparfümiert“ als Qualitätsmerkmal.
Was Duft in Kosmetik kommuniziert
- Reinheit — frisch, sauber: Zitrus, Minze
- Luxus — warm, komplex: Rose, Vanille
- Natürlichkeit — grün, pflanzlich: Kräuter, Gräser
Duftstoffallergien und Regulierung
Die Zahl der Duftstoffallergien ist gestiegen. Deshalb regeln die IFRA-Standards und EU-Vorschriften Höchstmengen und Kennzeichnung einzelner Stoffe. Was das in der Praxis bedeutet, erklären IFRA-Limits einfach erklärt und GHS-Symbole auf Duftstoffen lesen.